Betreute Schützlinge seit 2012

Diese Kinder betreuen wir seit dem Jahr 2012

Melina

geb.: 05.02.2004

Diagnose: Psychosomatische Störung

Melina stand lange Zeit in zweiter Reihe im Zusammenleben mit ihrem schwerstkranken und behinderten Bruder und muss sich nun, nachdem ihn seine Engel geholt haben, wieder in einem normalen Alltag zurechtfinden.
Dabei versuchen wir ihr mit einer Reittherapie ein bisschen Erleichterung zu verschaffen.

Erfolgsbilanz:

Melina erhielt von Mai bis Oktober 2012 Reittherapie, sie konnte sich im Verlauf dieser Therapie immer mehr stabilisieren. Emotionen konnte sie gut im Kontakt mit den Pferden ausprobieren. Auch die Eltern konnten trotz aller Trauer ihre Tochter immer mehr wahrnehmen, unterstützen und wertschätzen. Die Eltern-Kind-Interaktion hat sich deutlich verbessert.
Die Reittherapie ermöglicht der sensiblen Melina sich emotional, kognitiv und motorisch auszuprobieren - jenseits von Leistungsdruck und insbesondere mit viel Spaß und Lebensfreude etwas Schönes erleben.

Auch 2013 hat Melina weiterhin Reittherapie erhalten. Sie unterhält sich gern über ihren Bruder Cem mit der Reittherapeutin und hat jetzt auch Kontakte zu gleichaltrigen Kindern , die teilweise auch ähnliche Probleme haben wie Melina. Sie ist mittlerweile offener geworden und erzählt auch über ihre Dinge, die sie bewegen.

Melina erhielt auch 2014 wieder Reittherapie, welche ihr weiterhin sehr gut tut, um das seelische Gleichgewicht zu erhalten. Inzwischen hat sie eine kleine Schwester bekommen, die aber leider auch sehr große gesundheitliche Probleme hat.

      
                                                 Melina hat einen neuen Freund 2015

                     
                       Melina mit ihrer kleinen Schwester Meva

2015 erhielt Melina auch weiterhin das ganze Jahr Reittherapie, wodurch ihre Psyche weiter gestärkt werden konnte.

     
         Melina bei der Weihnachtspäckchenvergabe der HypoVereinsbank
                      im Dezember 2015

             
Melina beim Familientreffen 2016 auf dem Müsighof, bei einer ihr Lieblingsbeschäftigungen

Die Reittherapie, die Melina auch 2016 weiterhin bekam, stärkte ihr allgemeines Wohlbefinden enorm. Bringt ihr Ablenkung von den Problemen zu Hause und der Schule, sie kann mit der Therapeutin viel darüber sprechen. Melina ist wieder glücklicher mit ihrem Pferd, sie ist offener und selbstsicherer geworden.

Die Reittherapie wird auch 2017 fortgeführt. Melina ist mittlerweile in der Pupertät. Nach dem Reiten und der Betrreuung der Therapeutin geht es ihr jedes Mal viel besser. Sie kann dann mit schwierigen Schulproblemen und der schwerstbehinderung ihrer Schwester besser umgehen, sie wird speziell betreut.

 

Su

geb.: 06.11.2011

Diagnose: Therapieschwierige Epilepsie, Frühform der tuberösen Hirnsklerose, Psychomotorische Entwicklungsstörung, Ernährungsschwierigkeiten, atypische Pneumonie

Su wurde normal ohne Auffälligkeiten geboren. Im Februar 2012 kam es dann zur prolongierten Kloni (Epileptischer Anfall). Die Anfälle waren anfänglich linksseitig, mittlerweile ist der ganze Körper betroffen. Das Mädchen hat keine Kopfhaltung.
Während des 6-monatigen Krankenhausaufenthaltes bekam Su Physio- und Ergotherapie, Logopädie und Musiktherapie.

Erfolgsbilanz:

Su erhielt von November bis Dezember 2012 Osteopathie.
Auch 2013 lief die Osteopathie leider sehr unregelmäßig weiter bei Su weiter, da es schwierig war Termine zu bekommen.

Von Januar bis Dezember 2013 nahm Su am Therapeutischen Musikunterricht teil, welcher ihr sehr viel Freude macht. Seitdem reagiert sie sehr aufmerksam auf die Klangquellen und versucht auf sie einzugehen. Man kann jetzt eindeutig sagen, dass Su hören kann. Sie versucht dem Klang zu folgen und kann auch dabei gut entspannen.

Auch das ganze Jahr 2014 erhielt Su 1x pro Woche Musiktherapie und ihre Eltern haben durch die Therapie große Fortschritte beobachten können. Dadurch, dass Su nicht sehen kann, hat sich das Hören durch die Musik sehr gestärkt, sie bewegt jetzt den Kopf eindeutig in Richtung der Musikquelle, sobald sie die Töne hört. Su ist sehr entspannt in der Therapie, lautiert vermehrt und lacht ganz viel dabei. Es macht ihr auch Spaß die Vibration der verschiedenen Instrumente zu spüren.

Die musiktherapeutische Entwicklunsförderung konnte leider zwischen Januar und Juli 2015 nicht regelmäßig auf Grund von Krankheiten stattfinden. Su´s Befinden ist durch ihre gesundheitliche Situation sehr schwankend, es ging ihr teilweise sehr schlecht. Durch die Therapie soll ihr möglichst zu einer Entspan-
nung verholfen werden. Su entspannt sehr gut bei stark schwingenden Instrumenten wie z. B. der Klangwiege. Doch auch auf besonders unmittelbare Klänge, wie die der Schellen direkt am Körper, reagiert sie - wenn es ihr gut geht - mit herzhaft lautem Lachen. An manchen Tagen werden auch ihre Glieder aktiv: Sie bewegt ihre Beine und manches Mal sogar ihre Hände , um Klänge zu erzeugen.

Für Su standen seit Anfang Januar 2016 Musiktherapie und Osteopathie an.

Da sie im Februar eine Hüft-OP hatte, war sie längere Zeit durch den Gips nicht transportfähig. Die Musiktherapie konnte daher nur zu Hause stattfinden. Su zeigte trotz ihres geschwächten Gesundheitszustandes Freude an den Instrumenten und Liedern. Sie schien offensichtlichdie Klänge wiederzuerkennen, wenn auch ihre Aufmerksamkeit und Reaktion geringer waren als vor der OP. Inzwischen geht sie wieder in den Kindergarten und zur Musiktherapie, sie ist insgesamt wieder kräftiger und aktiver, manchmal "singt" sie sogar mit. Die Klänge haben Su stimuliert, wie auch entspannt. Sie wirkt allgemein konzentrierter, was das Hören anbelangt ist sie aufmerksamer geworden.

Bei der Osteopathie war Su dieses Jahr nicht ganz so regelmäßig aufgrund der OP. Mittlerweile klappt es es wieder besser. Nach den ersten Therapieeinheiten war Su immer entspannt und am ganzen Körper locker, was sich allerdings in der Folge leider nicht mehr zeigte.

 

Valentin

geb.: 24.12.2011

Diagnose: Valentin leidet unter Konnataler CMV-Infektion, portaler Hypertension mit Ösophagus- und Magenvarizen, motorische Entwicklungsstörung, Ernährungsschwierigkeiten

Erfolgsbilanz

Valentin, das Geschwisterkind von Philipp, benötigt dringend eine Lebertransplantation. Er ist seit dem 11. Juni 2012 mit seiner Mama in der Klinik und wird diese vor der Transplantation auch nicht mehr verlassen,
dazu geht es ihm zu schlecht.
In der Zwischenzeit erhält er als Unterstützung Osteopathie, dies ist sehr wichtig für ihn.

Valentin hat nun endlich am 12. August 2013 eine neue Leber erhalten. Er hat die Transplantation soweit recht gut überstanden. Leider isst er seither nicht mehr und muss über eine Sonde ernährt werden.
Wen alles gut läuft, kann er jetzt endlich nach fast 2 Jahren Krankenhaus-
aufenthalt (mit kurzen Unterbrechungen) mit seiner Mama zu Weihnachten nach Hause.
Wir wünschen besonders ihm und natürlich auch der ganzen Familie von Herzen alles Gute.

Valentin geht es seit ein paar Monaten sehr gut. Im Juni 2014 hatte es zwar so ausgesehen, dass er nochmals transplantiert werden müsste, aber seine Werte sind dann so gut geworden, dass es nicht nötig war.
Seit November 2014 geht er nun in den Kindergarten, was ihm sehr viel Spaß macht.

Endlich  kann Valentin ein fast normales Leben führen!

Valentin ging es auch 2016 im großen und ganzen recht gut. Allerdings soll bei ihm in nächster Zeit die Milz verkleinert werden, da er so oft krank wird. Im Dezember 2016 wurde er 5 Jahre alt, sein Verhalten ist zwar noch wie bei einem 2 1/2-Jährigen, aber er ist glücklich.

 

Philipp

geb.: 21.03.2010

Diagnose: Motorische Entwicklungsverzögerung, Torticollis (Schiefhals)

Erfolgsbilanz:
Philipp ist das Geschwisterkind von Valentin. Er besucht seinen kranken Bruder mit seinem Papa jedes Wochenende in der Klinik.
Philipp bekommt schon seit September Osteopathie und man hat gleich nach der ersten Behandlung eine deutliche Verbesserung gesehen. Kinderschicksale unterstützte diese Therapie einige Male 2012.

Bei Philipp hat sich in der Zwischenzeit auch einiges positiv verändert, es geht zwar langsam, aber kontinuierlich voran.
Im Oktober 2014 konnte er auf einer Familienkur endlich wieder einmal seine ganze Familie um sich haben, was er sehr genossen hat. Danach war er viel gelassener, das haben alle bemerkt. Auf der Kur hat er am Reiten und Schwimmen teilnehmen können, was der Förderung seiner Wahrnehmung sehr gut getan hat.
Momentan wird Schwimmen zu Hause weitergeführt.

2016: Philipp geht es sehr gut, er kommt im September 2017 in die Schule und wird momentan sehr gut darauf vorbereitet von der Psychologin und Ergotherapeuten.