Betreute Schützlinge seit 2011

Diese Kinder betreuen wir seit dem Jahr 2011

Yannik

geb.: 16.06.2000

Diagnose: Chromosomenanomalie, partielle Trisomie 5p, partielle Monosomie 5p, geistige und körperliche Behinderung, Epilepsie, häufige Infekte

Yannik leidet an einer seltenen Chromosomenveränderung mit charakteristischen klinischen Symptomen. Die Beschreibung eines Trisomie-5p-Phänotyps ist jedoch bei diesen komplexen Chromosomenstörungen schwierig, da gleichzeitig eine Assoziation mit einer Monosomie weiterer Chromosomenabschnitte vorliegt. 

Yannik kann nicht sprechen oder gebärden, kann aber Zustimmung oder Ablehnung deutlich kundtun. Außerdem muss er gewickelt werden.

Erfolgsbilanz:

Yannik hat bisher Krankengymnastik, Ergotherapie, heilpädogogische Förderung und Therapeutisches Reiten erhalten.
Der muskelschwache und koordinativ sehr eingeschränkte Junge hat mittlerweile mühsam das Laufen erlernt, kann sich aber nur über kurze Strecken sicher auf den Beinen halten. Aufgrund seiner schweren geistigen und kognitiven Defizite kann er nur wenige automatisierte Handlungen sinnvoll und planmäßig ausführen.
Um den Aktionsradius zu erweitern und auch mit der Familie Alltagsbesorgungen zu erledigen wäre die Anschaffung einer Rollstuhl-Fahrrad-Kombination (Rollfiets) sehr sinnvoll. Yannik kann einen Rollstuhl nie selbst bedienen, weder durch eigene Kraft noch durch Elektroantrieb, er ist immer auf "Fremdsteuerung" angewiesen.
Kinderschicksale wird die Anschaffung eines Rollfiets anteilig unterstützen.


Yannik in seinem neuen Rollfiet

Im Mai 2011 hat Yannik seinen Rollfiet bekommen und ist ganz stolz darauf.

Er hat viel Freude an den gemeinsamen Radtouren mit seiner Familie und kann dabei die Natur genießen. Für das Familienleben sind die gemeinsamen Unternehmungen sehr wichtig. Mit dem Rolli war die Familie sehr eingeschränkt, da unebene Wege kaum zu bewältigen waren.


Yannik beim Familientreffen 2011


Yannik mit seinem Bruder beim Plätzchenbacken


Yannik fährt Karussell 2012

Yannik genießt die Fahrradtouren und die Natur. Mit dem Rolli allein hätte er diese Möglichkeit an Familienausflügen teilzunehmen nicht.


Yannik bei der Weihnachtspäckchenaktion der HypoVereinsbank Weißenburg 2012
          
    

    
     Yannik und sein Bruder beim Fußball 2014

Pascal

geb.: 29.05.2009

Diagnose: Schwere Mehrfachbehinderung, allgemeine Entwicklungsverzögerung, geistige Behinderung, infantile Cerebralparese mit Rumpfhypotonie, Strabismus

Pascal lebt als Pflegekind bei seinen Pflegeltern und wird von ihnen liebevoll betreut und gefördert. 

Der Junge ist von Geburt an schwerstbehindert und hat bisher Physiotherapie, Heilpädagogik und teilweise Logopädie erhalten.
Seine Pflegeeltern wünschten sich Reittherapie für ihn, diese wird von Kinderschicksale unterstützt.

Erfolgsbilanz:


Pascal beim Familientreffen 2011

Pascal wurde von Juli bis Dezember 2011 mit Reittherapie unterstützt.
Durch die dreidimensionale Bewegung und die Körperwärme des Pferdes wird der Muskeltonus von Pascal optimal stimuliert, die Muskelspannung hat sich bereits erhöht. Seine Oberkörperaufrechthaltung und sein Gleichgewicht konnte verbessert werden. Pascal krabbelt jetzt und fängt ein bisschen zum Lautieren an. Er ist auch nicht mehr so weinerlich und unausgeglichen wie noch vor einem halben Jahr.


Pascal 2012

Auch 2012 erhielt Pascal wieder das ganze Jahr Reittherapie.
Seine Pflegeeltern sind der Meinung, dass dies für ihn die wertvollste Therapie ist, da die Fortschritte, die er dabei macht, wöchentlich sichtbar werden. Er wird immer wacher, lebhafter und kontaktfreudiger. Er kann Augenkontakt aufnehmen und halten. Auf der verbalen Ebene hat Pascal so große Fortschritte gemacht, dass er viele Worte sprechen kann, so seit November z.B.: "Calli (Pascal) reiten" und "Reiten schön". Vor einem halben Jahr hat er noch kein Wort gesprochen.
Sein Muskeltonus hat sich so gut entwickelt, dass er mit deutlich weniger Unterstützung auf dem Pferd sitzen kann. Ebenfalls hat Pascal große Entwicklungssprünge bezüglich Gleichgewicht, Oberkörperaufrichtung und-stabilisierung gemacht.
Bei Pascal bestätigt sich in den Therapiefolgen, dass die Reittherapie als ganzheitliche Therapieform eine sehr effektive Behandlungsform ist.


Bei der Weihnachtspäckchenvergabe der HypoVereinsbank
Weißenburg im Dezember 2013

Im Juni 2013 erhielt Pascal einen "mitwachsenden" Therapiestuhl mit Befestigungsmöglichkeiten. Dadurch kann er an den Mahlzeiten auf Augenhöhe mit der gesamten Familie teilnehmen. Der Stuhl gibt ihm soviel Stabilität, wie er zum Sitzen benötigt und ermöglicht ihm sogar alleine darauf zu steigen.

Pascal war von Januar bis Dezember 2013 wieder regelmäßig bei der Reittherapie. Er entwickelte sich kontinuierlich weiter, erlangte große Stabilität im Oberkörper, findet alleine seine Mitte auf dem Pferd. Ebenso gibt er aktive Signale mit Wort und Bewegung, er lobt und ist kommunikativ. Seine Kopfkontrolle verbesserte sich weiter, er nimmt Blickkontakt auf und hält ihn auch. Sein Gangbild konnte sich auch deutlich verbessern durch die Bewegungsübertragung (90-110 Impulse pro Minute) im engen Kontakt der Beine am Pferdebauch.

Auch 2014 wurde das ganze Jahr bei Pascal die Reittherapie erfolgreich weitergeführt, siehe Bericht:

     Juli 2014     

Pascal hat inzwischen verstanden, dass dienstags immer Reiten auf seinem Wochenplan steht und freut sich jedes Mal sehr darauf. Mittlerweile kann er genau benennen wo er hingeht, was er dort tut, wie sein Pferd heißt und erzählt danach, was er erlebt hat. Er lernt sich auf dem Pferd stabil zu halten, kommt in die Aufrichtung seines Oberkörpers und macht Fortschritte im Hinblick auf sein Gleichgewicht. Momentan bekommt Pascal eine Stützkorsage für Becken und Oberkörper.
Der 2. Schwerpunkt liegt aktuell beim Training seiner Konzentrationsfähigkeit. Pascal lernt bekannte Handlungen (Putzen, Satteldecke auflegen, Auf- u. Absteigen, Füttern) selbst unter Hilfestellung zu koordienieren und muss die einzelnen Schritte nacheinander benennen. Leider lässt er sich dabei sehr stark ablenken und es fällt ihm schwer, sich zu erinnern, was er zuletzt gemacht hat und wie es dann weitergeht.
Seit September hat Pascal mit "Schwimmen" begonnen, begleitet durch die integrative Sportgemeinschaft Erlangen. 1x pro Woche wird er dabei spielerisch an Bewegung und Körperwahrnehmung im Wasser gewöhnt.

  
  Pascal bei der Weihnachtspäckchen-Übergabe
  der HypoVereinsbank im Dezember 2014

                 

Von Januar bis Dezember 2015 erhielt Pascal auch weiterhin Reittherapie, auf die er sich immer sehr freut. Er ist überwiegend stark motiviert und versucht körperlich sein "Bestes" zugeben. Leider zeigte sich in den letzten Monaten immer deutlicher, dass es Pascal sehr schwer fällt sich auf einen Arbeitsauftrag oder einen Handlungsablauf zu konzentrieren, da ihm ja schon seit einigen Jahren diverse Aufgaben bekannt sind. An neue Aufgaben führt ihn die Therapeutin langsam, aber konsequent heran. Pascal zeigt auch kontinuierlich kleine Fortschritte, ebenso auch das, was er wieder neu dazu gelernt hat.
Körperlich macht er auch Fortschritte, er nützt seinen Retro-Walker und versucht damit seine Wege im Laufen zurückzulegen, aber meistens erledigt er das noch mit dem Rollstuhl.
Im sprachlichen Bereich kommt Pascal prima zurecht, er kann sich gut ausdrücken. Bei den anderen Bereichen (motorisch, körperlich, Verstehen, kognitive Entwicklung) liegt er weit entfernt von einem 6-Jährigen. Er bnötigt ständig Unterstützung.
Im September 2015 wird Pascal hoffentlich mit dem therapeutischen Schwimmen weitermachen können, da die Therapie leider durch einen Unfall der Schwimmlehrerin bisher nur 8x stattfinden konnte.

   
    Auch Pascval bekam bei der Weihnachtspäckchenvergabe der 
    HypoVereinsbank Weißenburg im Dezember 2015 ein Geschenk

 
Pascal zeigt seine stetigen Fortschritte beim Reiten. Er gibt sich große Mühe,
die an ihn gesetzten Aufgaben zu erfüllen. Reittherapie war wieder für das ganze Jahr 2016 angesagt, zur großen Freude von Pascal natürlich.
Wöchentlich geht Pascal mit einem Elternteil zur Reittherapie, er realisiert aber immer mehr, dass dort auch Konzentration und aktive Mitarbeit gefordert wird. Da sich Pascal mittlerweile vorwiegend mit dem Rollstuhl und 4-Punktsitzen fortbewegt, trainiert er seinen Oberkörper kaum noch. Da setzt jetzt die Reittherapeutin ganz gezielt ihre Übungen ein, sie konzentriert sich sehr auf die Rumpfmuskulatur und die Kopfhaltung. Die Erfolge der Therapie sind bei dem Jungen enorm und absolut sichtbar!

  
Pascal bei der Weihnachtspäckchen-Übergabe der HypoVereinsbank, 2016

Von Januar bis Juni 2017 war auch bereits wieder Reittherapie. Pascal freut sich jedesmal seine Pferde zusehen. Er holt das Pferd mit der Therapeutin ab, unterstützt beim Putzen und beginnt aufzusitzen. Dieser Ablauf ist für seine Konzentration besonders wichtig, er beginnt sonst durch kontinuierliches, monotones Reden sich auf andere Dinge zu "konzentrieren" und muss ständig an seine aktive Mitarbeit erinnert werden. Die Interaktion von Therapeutin, Pascal und dem Pferd ist sehr intensiv. Er bemüht sich, so gut er kann, die geforderten Aufgaben auszuführen. Ziel ist nach wie vor seinen Muskeltonus zu erhöhen.
Durch sein Längenwachstum erkennt man auch, dass er oft nicht wirklich bewußt seine Beine zur Aufrichtung einsetzt. Pascal versucht Bewegungsabläufe über den Oberkörper auszugleichen.