Betreute Schützlinge seit 2006

Diese Kinder betreuen wir seit dem Jahr 2006

Anton

geb.: 7.12.2000

Diagnose: Sauerstoffmangel (Asphyxie), Ataxie (Zentralnervensystem arbeitet nicht richtig), komplexe Entwicklungsstörungen, hypoxische Hirnschädigung, Sprachentwicklungsstörung, Epilepsie

Anton hatte bei der Geburt Sauerstoffmangel erlitten und musste 27 Stunden beatmet werden. Daraufhin wurden cerebrale Krampfanfälle und eine diffuse hypoxische Hirnschädigung festgestellt. Er konnte weder schreien, sich bewegen noch selbstständig trinken, er musste über eine Sonde ernährt werden.
Obwohl der Junge im Alter von einem Jahr bereits mit einer Vojta-Therapie behandelt wurde, konnte er nicht sitzen, krabbeln, greifen oder sich verständlich machen.
Im Alter von 2 Jahren kamen noch epileptische Anfälle hinzu. Mit 2 1/2 Jahren lernte Anton dann mit Hilfe aufzustehen, krabbeln und lautieren, auch breiartiges Essen konnte er jetzt schlucken. Leider kam nun wieder eine neue Diagnose dazu: Cerebrale Koordinationsstörungen und Diparese im Tetrasyndrom. Von nun an erhielt Anton auch Ergo- und Logo-Therapie.

Erfolgsbilanz:

Seit 4 Jahren besucht der Junge einen integrativen Kindergarten, der sehr positive Auswirkungen bei ihm hat. Auch manuelle Therapie hat bei ihm Fortschritte erbracht, so kann er sein Gleichgewicht etwas besser halten und lernte auch gezielter zu greifen.

Vom 06.-24.03.2006 besuchte Anton eine Petö-Therapie. Deutliche Fortschritte lassen sich seitdem erkennen. Er hat ein Gefühl für Rhythmus bekommen, kann seine Atmung besser kontrollieren. Außerdem wurde eine neue Sitzposition gefunden, bei der Anton mit dem Besteck essen und dadurch seinen Mund besser treffen kann. Bewegungen nach Rhythmus sind für ihn sehr hilfreich gewesen, da sich Anton recht langsam bewegt.

Anton war vom 20.09.-02.10.2006 zur Gelenktherapie in der Ukraine. Seitdem ist der erhöhte Muskeltonus weniger geworden und er kann besser und leichter laufen, sogar mit beiden Füßen Treppen steigen. Im allgemeinen ist sein Gangbild ausbalancierter. Ebenfalls hat der Speichelfluß etwas nachgelassen.

In der Zeit vom 12. - 30. März 2007 erhielt Anton eine Petö-Therapie in Nürnberg. Dadurch hat sich sein Gangbild sehr verbessert, er kann jetzt Treppen steigen ohne sich festzuhalten. Er ist auch viel selbstständiger geworden, er zieht sich selbst an und aus. Seine Eltern wünschen sich eine Wiederholung dieser Therapie. Die nächste Petö-Therapie war dann vom 18.06.-06.07.2007. Anton konnte seine Erfolge der Therapie im März verfestigen. Er ist kräftiger geworden und macht jetzt viele Dinge selbstständig und allein, z.B. An- und Ausziehen, Treppensteigen usw.

Vom 16.-30.08.2008 war Anton in Sevastopol auf der Insel Krim zur Delphin-therapie. Seine Eltern waren begeistert von den Leistungen, es zeigen sich auch bereits die ersten Erfolge. Wenn ein wenig mehr Zeit vergangen ist werden wir noch ausführlicher darüber berichten.
Schon während der Therapie zeigte sich, dass die beiden Gehirnhälften von Anton besser arbeiteten, er wurde immer ruhiger und nachdenklicher. Nach 2 Monaten sagten seine Eltern, dass die Sprache viel besser und deutlicher geworden war. Er zeigt jetzt auch mehr Gefühle, kümmert sich um die Familienkatze, hat Interesse am Vorlesen und kann den Inhalt sogar kurz wiedergeben.


Bei der Reittherapie 2009


Beim Familientreffen 2011


 Im Urlaub 2012

Anton war vom 17.-31.03.2013 zu einer Reha-Therapie in der Ukraine.
Durch die Therapie kann er jetzt Hals und Kopf besser halten und mit seinem Gleichgewicht viel besser umgehen. Anton schafft es nun schon ca. 3 Sek. auf einem Bein zu stehen.

Anton bei der Reha-Therapie 2013

Anton war vom 29.04.- 10.05.2013 zur Delphintherapie in Curacao, hier sind die ersten Bilder davon:

Die Eltern von Anton sind mit den Ergebnissen der Delphintherapie sehr zufrieden, es sind zwar keine Wunder passiert, aber das hatten sie auch gar nicht erwartet. Sehr viele kleine Details konnten sie bis jetzt schon feststellen:
Die Feinmotorik wurde trotz Ataxie und Spastik verbessert, Anton führt jetzt den Pinzet-tengriff viel leichter aus.
In seinem sozialen Verhalten zeigt er mehr Respekt und Kontaktaufnahme gegenüber Erwachsenen und fremden Menschen.
Anton zeigt mittlerweile eine höhere Geschwindigkeit bei Aufgabenlösungen, z.B. beim Lesen. Die Aufmerksamkeit und Konzentrationsspanne ist deutlich größer und länger geworden. Dies haben auch bestimmt die Leseübungen im Wasser ausgelöst, so seine Eltern.
Nach der Therapie war Anton stets viel zufriedener und ausgeglichener.
Zu Hause will er jetzt viele alltägliche Abläufe selbstständig erledigen, er wirkt wesentlich erwachsener und seine Ausdrucksweise hat sich auch sehr verbessert.


Anton übt das Lesen vom Wasser aus


Sein Delphin reagiert auf seine Anweisungen

Nach 6 Monaten berichten die Eltern von Anton, dass sich die anstrengende Delphintherapie vollkommen gelohnt hat. Seine Delphine Renata und Kanoa haben ihn stark geprägt in Fragen von "Beziehung und Erziehung".
Die Erfolge von schnellerem Lesen und Konzentration auf längere Zeit sind geblieben und weiter verbessert worden und das macht Anton sehr stolz auf sich selbst. Er schafft es jetzt bis zu zwei Seiten aus einem Kinderbuch zu lesen.

Die Kontakte zu gleichaltrigen Kindern sind jetzt entspannter, mit eindeutig weniger Provokation.

Seit der Therapie kann er auch besser schwimmen, vor kurzem hat er auch das Tauchen gelernt.
Dank der allgemeinen Verbesserungen, darf er nun auch bei der Klettergruppe in der Schule mit dabei sein.

Von Januar bis Dezember 2013 erhielt Anton therapeutisches Schwimmen. Er konnte dadurch seine Schwimmtechniken festigen und sogar weiter ausbauen, er hat mittlerweile auch das Rückenschwimmen angefangen und begonnen nach Steinen zu tauchen.

       
            Anton beim Schwimmwettbewerb


Anton hat bei der mittelfränkischen BSV Meisterschaft in
seiner Kategorie den 3. Platz belegt, Gratulation!

Ein Jahr (Juli 2013) nach der erfolgreichen Delphintherapie berichten Antons Eltern, dass er sich weiterhin prima entwickelt hat. Seit diesem Jahr darf er auch bei einer therapeutischen Klettergruppe mitmachen.
Er nimmt aktiver am Gruppenunterricht in der Schule teil, spielt bei einer Theatergruppe mit, geht mittlerweile auch gern in Museen.

Die Manuellen Therapie kann Anton momentan auf Grund der politischen Situation in der Ukraine leider nicht machen. Die Erfolge des Therapeutischen Schwimmens sind so groß, dass sogar seine Ärztin davon überzeugt ist und die Therapie jetzt über Rezept abgerechnet werden kann.

 
         Anton bei der Weihnachtspäckchen-Übergabe
         der HypoVereinsbank im Dezember 2014

Vom 23.05.-07.06.2015 war Anton zu seiner 2. Delphintherapie in Curacao: Anton war schon lange Zeit vorher "Feuer und Flamme" und freute sich auf die Delphine.
Er zeigte zwar keine Angst dann im Umgang mit ihnen, war aber so aufgeregt und unruhig, dass ihm noch einmal die Verahltensregeln erklärt werden mussten. Anton und der Delphin Pepito waren dann ein Superteam! Nach verschiedenen Übungseinheiten (1/2 Stunde), verbrachte er dann jeweils eine Stunde am Dock und im Wasser. Der Junge wurde ruhiger , ausgeglichener und deutlich konzentrierter mit längerem Augenkontakt. Das Ganze steigerte sein Selbstvertrauen und lies ihn teilweise über sich hinauswachsen.
Antons größter Wunsch war mit Pepito unter Wasser zu tauchen. Das war allerdings noch ein großes Problem, da seine Mundkontrolle noch nicht so weit war. Aber der Therapeut Sebastian hat es geschafft, dass der Mundschluss passte und es wurde mehr Selbstkontrolle trainiert!

 

Anton hatte nun die Unterwasserwelt für sich entdeckt und Pepito hat sich gefreut, ihm dabei helfen zu können.

Am letzten Therapietag war sein Sprung mit dem Therapeuten von der Plattform ins Wasser zu Pepito die Krönung!
Jetzt kann er total stolz auf sich sein!!!!

 

                  

              

        
         Beim Familientreffen auf der MS Brombachsee
         im September 2015

 
        Bei der Weihnachtspäckchenvergabe der HypoVereinsbank 2015

Seine 3. Delphintherapie erhielt Anton vom 09.-20.05.2016 in Curacao.

Folgende Therapieziele wurden angestrebt:
Verbesserung der Regulierung eigener Emotionen: Um die starken emotionalen Ausbrüche von Anton zu bekämpfen, wurde eine Stimmungsampel erarbeitet, bei der Anton lernen soll die rote Phase zu vermeiden.

Verbesserung der Handlungsplanung und Akzeptanz von Regeln und Grenzen: Anton sollte lernen, begonnene Arbeiten abzuschließen, was ihm anfänglich noch schwerfiel. Durch die Konsequenz wurde die Aufmerksamkeit und Konzentration erhöht und er lernte dadurch die Regeln zu befolgen.

Weitere Erhöhung der Stelbstständigkeit: Es wurde das beidhändige Arbeiten an verschiedenen Aufgaben, wie Dosen öffnen, das Kleben und Schneiden geübt. Er lernte selbstständiges Anzeihen seines Neoprenanzuges. Ihm gelang es Aufgaben und Situationen zu meistern, an deren Erfolg er anfangs nicht glaubte.

Anton genoss es im Rahmen der Therapie immer mehr Verantwortung übernehmen zu können und immer selbstständiger zu handeln. So war er auch sehr stolz seinem Delphin Signale geben zu können, die dieser dann sofort ausführte.

Diesmal wurden die Erwartungen seiner Eltern weit übertroffen, sie sind durch die Therapie viel optimistischer geworden, was Antons Zukunft anbelangt.

Und hier sind die neuesten Bilder von Anton aus Curacao:

        

        

        

         

        

        

            
        Tobias M. und Anton beim Familientreffen 2016 auf dem Müsighof

Vom 12.-23.06.2017 erhielt Anton eine Neurophysiologische Therapie in Zypern. Dadurch hat sich sein Muskeltonus gebessert und sein Bewegungsvolumen hat zugenommen. Seine Eltern sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen.

 

Tobias M.

geb.: 15.07.2000

Diagnose: Perinatale Asphyxie, mentale Entwicklungsstörung, schwere Sprachentwicklungsstörung, cerebrale Krampfanfälle, Netzhautablösung beidseits

Tobias erlitt bei der Geburt perinatale Asphyxie (Sauerstoffmangel). Seit dieser Zeit leidet er an schweren Entwicklungsstörungen, besonders in die Sprachentwicklung.
Der Junge hat mit 2 Jahren ca. 10 Wörter gesprochen. 4 Monate später ist er völlig verstummt und hat dann über ein Jahr kein einziges Wort gesprochen. Mittlerweile spricht Tobias wieder ca. 10 Worte, welche auch von Außenstehenden gut zu verstehen sind. Er besucht eine Gehörlosenschule und lernt Gebärdensprache, auch mit Ergo- und Logopädie, sowie Vojta wurde er behandelt.

Erfolgsbilanz:

In der Zeit vom 7.-13. April 2006 hat Tobias an einem Graphomotorischen Training (Sprachprogramm) teilgenommen. Seine Mama berichtet, dass sich dadurch seine Mitteilungsfreude massiv verbessert hat und er nicht mehr so aggressiv ist. Seine sozialen Interaktionen und seine gesamte Kommunikation haben sich erweitert. In Zukunft wird er 14-tägig in der Sprachkabine arbeiten und über akustische Rückkopplungen neue Anregungen erhalten.
Auch im November 2006 zeigen sich durch das Training bei Tobias weitere Fortschritte: Es wurden die Konzentration, die Sprache und die Ausdauer wesentlich verbessert. Die Wortbildung und das Lautieren nimmt langsam aber stetig zu. Da er sich nun besser verständigen kann, haben sich auch seine Schreiattacken merklich verringert.

In der Zeit vom 19. - 23.02.2007 nahm Tobias wieder an dem Graphomotorischen Sprachtraining und Lernintegration teil. Seitdem ist er anderen Kindern gegenüber sehr aufgeschlossen, ist wesentlich quirliger und Schreiattacken gibt es überhaupt nicht mehr. Nachts schläft er jetzt ohne Windel. Seinen Namen kann Tobias inzwischen auch schreiben, zwar im Moment noch etwas unsicher. Ebenso kann er jetzt bis 11 zählen und hat auch gelernt ohne Stützräder Fahrrad zu fahren. Er ist ein richtig zufriedenes und ausgeglichenes Kind geworden, berichtet uns seine Mama ganz stolz.
Das nächste Sprachtraining war vom 29.05.-01.06.2007. Seitdem versucht Tobias ganze Wörter nachzusprechen. Er kann jetzt auch sein Essen selbst mit dem Messer schneiden und dann mit Messer und Gabel essen, auch jede Leiter muss erklommen werden. Leider ist sein Selbstbewußtsein noch recht schlecht, aber es wird daran gearbeitet.

Vom 29.10.-09.11.2007 durfteTobias mit seiner Mama nach Curacao zur
Delphintherapie fliegen, natürlich ganz gespannt, was da wohl alles auf ihn zukommen wird. Voll Begeisterung hat nun seine Mama von der Therapie berichtet. Tobias konnte bereits am 2. Tag drei neue Worte (Puppe, Salami, Hampelmann) sprechen. Schwimmt und taucht ohne Ängste, jetzt darf auch Wasser beim Haarewaschen über das Gesicht laufen, was sonst furchtbar war. Sein Selbstbewußtsein ist wesentlich stärker geworden. So ging Tobias vom 1. Tag an ohne Scheu inŽs Wasser. Er ist jetzt auch zu Hause bereit manche Dinge allein zu erledigen, was vorher undenkbar war. Seine Eltern versuchen nun auch ohne Gebärdensprache auszukommen, leider verliert er noch schnell die Lust und schaltet dann auf stur. Aber auch das wird Tobias lernen, wir sind überzeugt!

 

 

Im Januar 2008 hat Tobias Lernintegration erhalten. Seitdem geht er an schwierige Aufgaben immer zuversichtlicher haran, obwohl er manchmal noch glaubt, dass manches zu schwer für ihn sei. Auf seine Leistungen ist er dann recht stolz. Er kann auch angemessene Korrekturen seiner Artukulation besser umsetzen und lässt sich nicht mehr so leicht verunsichern. Tobias ist beim lautierenden Lesen sehr ehrgeizig und spricht alle Laute deutlich und richtig aus. Er zeigt auch eine verbesserte Körperspannung und Bewegungsdynamik.
In der Zeit vom 25.-28.03.2008 fand für Tobias die nächste Einheit der Lernintegration statt. Seitdem kann er bis 20 zählen.

Seit der Delphintherapie hat sich sein Dauerschnupfen wesentlich verbessert, allerdings lehnt er nach wie vor ab seine Nase zu putzen und verträgt es auch nicht, wenn sich jemand anderes die Nase putzt. Sofort verläßt er den Raum und hält sich die Ohren zu.

Vom 25.-28.03.2008 war Tobias wieder zur Lernintegration und kann jetzt bis 20 zählen. Leider kann sich Tobias nicht die Nase putzen und mag es auch nicht, wenn es andere in seiner Gegenwart tun.
Seit Februar 2008 nimmt der Junge wöchentlich einmal an der Reittherapie teil, ist seither selbstbewußter und lockerer geworden, kann seinen Namen richtig aussprechen und schreiben. Mittlerweile toleriert Tobias auch, wenn sich andere Personen die Nase putzen und auch bei ihm klappt es viel besser. Er hat mehr Freude am Sprechen, kann sich besser artikulieren und hat mehr Selbstvertrauen.

Am 24. April 2009 war Tobias zu einem Probetag in Köln, um das Sonariumkonzept kennenzulernen. Allein durch diesen einen Tag kann seine Mama von recht positiven Erfolgen berichten:
Mittlerweile stellt er andere Ansprüche an seine Vorleseliteratur, seine Satz-bildung ist wesentlich konkreter, er bringt nun auch sich mehr in den Mittelpunkt, wenn er etwas erreichen möchte und setzt sich gegenüber seinen Geschwistern mehr durch. Die Schule in Zell macht ihm viel Spaß, er ist dort Klassenbester. Bei Tobias wird unter anderem auch das Phonembestimmte Manualsystem (PMS) angewendet, dadurch gelingt es ihm ca. 30 Worte perfekt auszusprechen.

Vom 26.10.-06.11.2009 war Tobias zu seiner 2. Delphintherapie in Curacao. Er ist schon mit großer Freude hingeflogen. Durch die Therapie hat sich sein Selbst-bewußtsein weiter verbessert, er geht seitdem in der Schule auch allein in anderes Klassenzimmer, um etwas zu holen oder abzugeben. Das war früher undenkbar. Tobias sprach bereits nach 3 Tagen in Curacao 5-6 komplette Sätze. Er toleriert jetzt auch, dass er beim Spielen nicht immer nur der Gewinner sein kann. Tobias kam dieses mal völlig locker und gelöst nach Hause, seine Mundblockaden und seine Verkrampftheit sind weitgehend gelöst.

Tobias nimmt seit Januar 2010 am Therapeutischen Schwimmen in Treuchtlingen teil. Sein Umgang mit anderen Personen, egal ob Kinder oder Erwachsene, ist viel lockerer und aufgeschlossener. Er kann sich durchsetzten und seine Meinung vertreten. Tobias liebt das Wasser, er ist jetzt eine richtige Wasserratte geworden.

Das Therapeutische Schwimmen machte Tobias das ganze Jahr 2010 nach wie vor sehr viel Spaß. Er ist viel selbstbewusster und auch gelassener geworden, spricht besser und deutlicher. Der Schreibunterricht motiviert ihn sehr, er kann die erlernten Buchstaben den entsprechenden Lauten zuordnen und mit dem Füller formgetreu und genau in die Linien schreiben. Mittlerweile ist Tobias sogar in der Lage ihm unbekannte Wörter zu erfassen und zu lesen.

Tobias war auch von Januar bis Dezember 2011 wieder beim Therapeutischen Schwimmen, was ihm nach wie vor sehr gut tut. Er liebt alle Formen der Bewegung im Wasser. Tobias wird auch sprachlich begleitet, er kann sich Satzkombinationen gut merken und wiederholt sie oft richtig. Er wird immer selbstsicherer und durchsetzungsfähiger, besonders seinen Geschwistern gegenüber.


Tobias beim Familientreffen 2011


Weihnachtspäckchenaktion der HypoVereinsbank Weißenburg 2011

Tobias ist viel selbstständiger und interessierter geworden, z.B. lernte er Versuche selbst durchzuführen und dadurch erlangte Beobachtungen zu erfassen und wieder zugeben. Sein Schriftbild ist deutlicher geworden und er schreibt nicht mehr so verkrampft.

Tobias und seine Schwester 2012

Tobias war auch weiterhin von Januar bis Dezember 2012 beim Therapeutischen Schwimmen. Er zeigt reges Interesse am Umgang mit Technik und Werkzeug. Auch sprachlich erarbeitet er sich viel, kann jetzt Sätze mit Verben bilden und diese auch korrekt lesen. Er hat mittlerweile für sich einen großen Wortschatz und viele Gebärden erlernt. Er kann sich Satzkombinationen gut merken und wiederholt sie meist richtig.


Weihnachtspäckchenvergabe 2012

Tobias erhielt von Januar bis Dezember 2013 weiterhin Therapeutisches Schwimmen in Treuchtlingen, welches er sehr liebt. Seine Eltern sagen, dass er mittlerweile perfekt spricht und artikuliert und seine sozialen Kontakte und Fähigkeiten ausgebaut hat. Im Lesen unbekannter Sätze, welche dann mit Gebärdenbildern unterstützt werden, hat er mehr Sicherheit gewonnen, er hat gelernt, Bilder, passend der Reihenfolge und Kernaussage zuzuordnen. Am PC wendet er "Word" sicher an.

Tobias ist nach wie vor ein begeisterter Pfadfinder mit großem Selbstbewußtsein.

Von Januar bis Dezember 2014 erhielt Tobias weiterhin Therapeutisches Schwimmen.
Schulisch machte er weiter gute Fortschritte, er zeigte im Bereich Geometrie großen Ehrgeiz, versteht in Verbindung mit Anschauungsmaterial den Umgang mit Geld. Tobias ist sehr interessiert sich auf Landkarten auszukennen, nutzt dafür das Koordinatensystem und die Legenden. Das wird ihm natürlich als Pfadfinder sehr zu Gute kommen.

 
         Tobias bei der Weihnachtspäckchen-Übergabe
         der HypoVereinsbank im Dezember 2014

Tobias war von Januar bis März 2015 beim Therapeutischen Schwimmen,worauf er sich regelmäßig freute, aber leider gab es dann terminliche Probleme.
Ansonsten bemühte er sich stetig um eine deutliche Aussprache. Das erarbeitete Satzmuster zu Aussagesätzen wandte er in Übungen korrekt an, übernahm dies aber leider kaum für seine mündliche Kommunikation.
Mit Interesse beteiligte er sich an der Erarbeitung einer Lektüre, er konnte den Inhalt des Gelesenen stets sicher wiedergeben.

           
      Tobias und Anton beim Familientreffen 2016 auf dem Müsighof

       
        Die beiden Künstler Tobias und Maximilian Peschke bei der Ausstellungseröffnung
         "Du sprichst mich an" von Regens Wagner Zell in der KunstSchranne Weißenburg

Tobias war vom 07.-18.11.2016 zur Delfintherapie in Curacao.
Wichtig war es diesmal sein Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein zu stärken, was durch vermehrte Übungen, bei denen er andere Menschen ungewollt mit einbinden musste, dann doch erreicht werden konnte.

Tobias wusste auch, dass sein Sprechen weiter verbessert werden muss, daher war er immer sehr bemüht dies zu erreichen. Am Ende fing er manchmal auf eigene Initiative an, über Dinge zu sprechen und bildete deutlich bessere Sätze als zu Therapiebeginn.

Im Wasser musste Tobias sagen, was er wollte, zum Beispiel spielen oder schwimmen mit dem Delphin Bonnie. Sein Selbstwertgefühl erhöhte sich durch die Erkenntnis, dass er selbst in der Lage war Dinge zu tun und positive Reaktionen darauf zu erhalten.

Das nächste Thema war "nein" zu sagen und nicht immer mit allem übereinzustimmen, was ihm begegnet. Bei gewissen Übungen war er dann auch bereit manchmal mit "nein" oder "halt" zu reagieren.

In Zukunft soll Tobias viel stimuliert werden:
-beim Lesen seinen Finger mit zu benutzen
-öfters Dinge selbst zu tun und dafür belohnt werden
-Augenkontakt zu pflegen
-dass er sich mündlich in klaren Sätzen ausdrückt
-das Wort "nein" auch zu verwenden, wenn er etwas nicht möchte

 

 
                          

            

         

 

Jason

geb.: 11.06.2005

Diagnose: Williams-Beuren-Syndrom, Supravalvuläre Aortenstenose (verengte Stelle an der Aorta oberhalb der Herzklappe).
Im Jahr 2016 wurden bei Jason Autistische Störungen diagnostiziert, die aber mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Syndrom zurückzuführen sind.

Jason leidet seit seiner Geburt an dem Williams-Beuren-Syndrom (siehe Krankheiten).

Im Alter von 4 Monaten stellten die Ärzte bei der U4 ein Herzgeräusch und kurz darauf die verengte Stelle an der Aorta fest. Der Junge schrie bis zum 6. Monat sehr lang und intensiv. Um 30g Milch zu trinken benötigte er 45 Minunten Zeit.
Jason ist nach wie vor ein sehr unruhiges Kind und braucht den ganzen Tag jemanden, der für ihn da ist. Beim Essen mussten auf jeden Fall zwei Personen dabei sein und mithelfen, außer einem bestimmten Brei nahm er nichts zu sich. Sitzen, krabbeln und robben konnte er auch sehr lange nicht, er hatte keine Gleichgewichtskontrolle. Außerdem ist er berührungsempfindlich an Gesicht, Kopf, den Händen und Füßen.

Erfolgsbilanz:

Jason hat im Juni 2006 bereits an einer Doman-Therapie teilgenommen, die Behandlungen werden jetzt zu Hause fortgesetzt.

Desweiteren sollte der Junge 1/4-jährlich sowohl Synergetische Reflextherapie als auch heilpädagogische Lernintegration erhalten.
Jason wurde am 21. September 2006 am Herzen operiert und musste sich von dieser doch schweren OP erst erholen. Daher wurden die Reflextherapie und die heilpädagogische Therapie auf einen späteren Termin verschoben.
Leider wurde das Problem mit der Ernährung größer, Jason verweigerte fast jede Nahrungsaufnahme. Seine Mama versuchte meistens ihn im Schlaf mit der Flasche etwas zu geben, das war die einzige Möglichkeit, bei der er etwas zu sich nahm.

Seit Juli 2008 erhielt Jason heilpädagogisches Reiten in Nürnberg und war seitdem nicht mehr so ängstlich. Seine Wahrnehmung hat sich auch verbessert, ebenso die Gleichgewichtshaltung. Er hat sehr viel Spaß dabei und lernt viel Disziplin dadurch.

Auch 2009 wurde bei Jason die Reittherapie fortgeführt und dadurch zeigte sich weiterhin bessere Gleichgewichtskontrolle, mehr Disziplin, er ist weniger ängstlich als vorher und freut sich von Woche zu Woche auf das Reiten. Er weigert sich mittlerweile nicht mehr den Schutzhelm zu tragen und gibt nach dem Reiten dem Pony in einer Schüssel das Fressen.

Seit März 2009 nahm Jason auch an einer Musiktherapie teil. Er lernt viele neue Wörter und bildet bereits 2-3 Wortsätze. Seine Aufmerksamkeit wird trainiert, besonders gut gefällt ihm das Glockenspiel.
Jason besucht seit September 2009 den Kindergarten.

Auch bis Dezember 2009 hat Jason durch die Musiktherapie sein Gedächtnis weiter trainieren können, er erkennt schon einige Lieder, hat seine Sprache verbessert, kann sich viel besser konzentrieren und ist ausdauernder bei den verschiedenen Anforderungen. Er spielt auch auf der Trommel im Takt mit und hat sehr viel Spaß dabei.

Jason erhielt von April bis Dezember 2010 Reittherapie. Dadurch hat sich seine Feinmotorik gebessert, er hält das Gleichgewicht sogar bei einigen Metern Galoppreiten. Koordination und Konzentration sind ebenfalls besser geworden, auch ist er in manchen Dingen sellbstständiger. Jason freut sich auf jede Reitstunde.
Die Musiktherapie wird momentan etwas zu viel für Jason, aber die Reittherapie macht er weiter. Bis Ende 2010 gab es folgende Erfolge zu verzeichnen: Seine Konzentration wird gefördert, er lernt Grenzen zu akzeptieren, sein Selbstbewußtsein wurde gestärkt, ebenso kann er selbstständig Aufgaben erledigen. Das Gleichgewicht und die Koordination sind auch besser geworden.
Jason hat große visuelle und räumliche Wahrnehmungsschwierigkeiten, aber er lernt durch die Therapien an seine Grenzen zu gehen.

Jason erhielt von Mai bis Dezember 2011 wieder Musiktherapie in Nürnberg.
Seither gab es eine Sprachverbesserung, er kann singen und auf anderen Musikinstrumenten (Klavier, Trommel, Klangschalen u. -stäben) mitspielen. Durch das Musizieren hat er gelernt seine Gefühle und Emotionen zu zeigen und zu verarbeiten. Ebenso wurde Jasons Gedächtnis und die Konzentration trainiert, er hat gelernt sich länger mit einer Sache zu beschäftigen.

Durch die Reittherapie, an der Jason weiterhin von Januar bis März 2011 teilnahm, haben sich sein Gleichgewichtssinn, die Feinmotorik, Koordination und seine Selbstständigkeit weiter verbessert. Leider hat sich jetzt herausgestellt, dass Jason eine Allergie auf Tierhaare hat, daher wissen seine Eltern noch nicht, ob es mit der Reittherapie weitergehen kann. Im Dezember hat Jason wieder mit Reittherapie einen Neubeginn gestartet, hoffen wir, dass er es jetzt wieder besser verträgt.

Im Oktober 2011 begann für Jason bis Dezember die Schwimmtherapie. Er kann jetzt sein Gleichgewicht im Wasser besser halten, lernte Koordinationsübungen um gleichzeitig mit Händen und Füssen zu arbeiten. Seine Muskeln sind durch das Training viel entspannter. Jason fällt das alles nicht so einfach, aber er arbeitet immer freudig mit und hat viel Spass im Wasser.


Jason bei seiner Lieblingsbeschäftigung "Gießen" 2011


Jason mit seiner kleinen Schwester Fiona


Bei der Therasuittherapie

Durch die Therasuittherapie, die Jason seit Juli 2012 bekommt, hat sich sein Gleichgewicht verbessert, er nimmt seinen Körper besser wahr und kann, wenn er an der Hand gehalten wird sogar Treppen steigen. Das war vorher garnicht möglich.

Von Januar bis Dezember 2012 nahm Jason wieder an einer Musiktherapie teil. Durch die Musik wird er beruhigt und kann sich länger mit einer Sache beschäftigen. Er lernt richtig zu Atmen und übt seine Aussprache, dadurch stottert er weniger.

Auch die Reittherapie war von Januar bis November 2012 wieder angesagt, aber leider musste sie nun entgültig wegen seiner Tierhaarallergie aufgegeben werden. Seine Eltern dachten, wenn er nur reitet und nicht das Pferd bürstet könnte es gehen, denn durch das Reiten konnte er seine Gleichgewichtshaltung sehr verbessern. Aber die Allergie äußerte sich zu stark mit Augenjucken, -tränen und Nase laufen und es ging ihm dann danach auch gar nicht gut.

Seit Juli 2012 geht Jason nun 1x wöchentlich zur Osteopathie.


Jason bei der Weihnachtspäckchen-Übergabe der HypoVereinsbank 2012

Von Januar bis Juni 2013 erhielt Jason Osteopathie. Danach war er immer ganz ruhig und entspannt, konnte sehr gut ein- und durchschlafen. Er hatte auch wesentlich weniger Kopfschmerzen.

In der Zeit von Januar bis April 2013 bekam Jason Musiktherapie. Wodurch seine Konzentration, Sprache und Ausdauer verbessert wurden. Jason hatte viel Spaß beim Musizieren und war danach immer sehr locker und gut gelaunt. Manche Ängste wurden mit der Musik abgebaut.

Durch die Therasuittherapie, die Jason von Januar bis Juni 2013 weiter erhielt, hat er eine bessere Körperwahrnehmung, kann besser Treppen steigen und es klappt immer besser in der Schule. Er traut sich jetzt immer mehr mitzumachen, besonders im Sport. Vorher war das alles für Jason zu gefährlich und unheimlich. Er kommt jetzt immer sehr motiviert nach Hause.

Von Januar bis April 2014 wurde Jason 1x wöchentlich mit Montessori-Therapie unterstützt. Ab Ende April 2014 wurde bei ihm auf Osteopathie umgestellt. Seither klagt er kaum noch über Kopfschmerzen, ebenso sind seine Bauchschmerzen wie weggezaubert. Seine Feinmotorik wird viel geübt, Jason lernt logisches Denken, er versteht jetzt auch langsam die Uhr.

  

                             Jason bei der Osteopathie

Jason erhielt seit April bis einschließlich Dezember 2014 nun auch Osteopathie.
Bei ihm war das Laufen ja ein Problem, da er aufgrund der Muskelver-
kürzungen immer auf Zehenspitzen lief. Mittlerweile sieht man dies fast gar nicht mehr, er läuft fast normal, hat kaum Bauch- und Kopfschmerzen mehr, ist ruhiger und schläft viel besser ein.

Die Montessori-Therapie wurde nun doch das ganze Jahr 2014 weitergemacht und brachte Fortschritte beim Rechnen im Kopf (Zahlenraum 0-10).
Der Umgang mit der Pipette klappt immer besser, Ausdauer und Konzentration wird noch geübt, da dies noch recht schwer für Jason ist. Beim Schreiben kommt er auch weiter gut voran.

2015 nahm Jason auch im ersten Vierteljahr noch an der Montessori-Therapie und Osteopathie teil.
Aufgrund eines komplizierten Doppelarmbruches, der nicht operiert werden konnte, da die Narkose für ihn zu gefährlich ist, wurde dann eine Feldenkreistherapie empfohlen. Es wurden bei Jason sehr gute Ergebnisse damit erzielt. So z.B. kann er nun Zähne putzen, was bisher bei ihm nicht möglich war, da er seinen Kopf nicht nach hinten bewegen konnte. Jason erhält jetzt diese Therapie 2x pro Jahr.

Therapeutische Wassertherapie kam von September bis Dezember 2015 1x wöchentlich neu für Jason dazu. Er lernt sich im Wasser viel leichter zu bewegen und kann dies dann später auch zu einem Teil außerhalb umsetzen.

Vom 05.-19.12.2015 war Jason zur Delphintherapie in Curacao. Hier einige tolle Bilder mit seinem Delphin Kanoa:

   

      

    

Durch die Delphintherapie machte Jason einen allgemeinen Entwicklungsschub. Er wurde mutiger und selbstbewusster und in manchen Dingen wesentlich selbstständiger, so dass er nicht ständig die Hilfe von anderen braucht und ihm nicht alles gesagt werden muss. Er schläft ruhiger und länger, auch das Gleichgewicht und seine Körperwahrnehmung wurden verbessert. Es wurden sehr viele Übungen dafür gemacht, die nun auch weiterhin zu Hause trainiert werden können. Jason versuchte sogar allein zu tauchen.

2016 erhielt Jason im Januar/Februar weiterhin Wassertherapie, durch die er allgemeine Entwicklungsschübe macht. Seine Konzentration wird verstärkt geübt, ebenso die Körperwahrnehmung und das Gleichgewicht. Leider musste er dann wegen einer Knie-OP pausieren.

  

                            Jason nach seiner Knie-OP im Mai/Juni 2016

                               
                                    Jason mit seiner Schwester Fiona

Seit Oktober 2016 konnte bei Jason auch die Wassertherapie fortgeführt werden. Seine Geschicklichkeit und sein Koordinationvermögen sind verbessert worden, ebenso das  Gleichgewicht. Durch den Wasserantrieb lernte er die richtigen Bewegungsabläufe, deren Ausübung am Land für ihn nicht möglich sind. Besonders wichtig war auch der Muskelaufbau des linken Oberschenkels nach der OP.

Mit Osteopathie wurde dann auch ab Oktober 2016 weitergemacht. Dadurch hat sich bei Jason das Gangbild und seine Durchblutung verbessert. Er klagt nicht mehr so oft über Kopf- und Magenschmerzen, schläft besser ein. Besonders stolz war er, dass nun auch bei ihm endlich zwei Zähne wackelten und ausgefallen sind.

Am 16.03.2017 wird Jason wieder an beiden Füssen operiert, wir wünschen dafür ihm alles Gute!!!

2017 wird auch weiterhin mit Osteopathie und Wassertherapie unterstützt:

Durch die Osteopathie konnte eine Auflockerung des Beckenbereichs festgestellt werden. Jason hatte auch weniger Bronchitis, Husten, Kopf- und Bauchschmerzen.

Durch die Wassertherapie wurde seine Motorik verbessert, er wirkt sicherer beim Laufen, nicht mehr so steif. Jason hat eine wesentlich bessere Körperwahrnehmung, er ist mutiger geworden, traut sich jetzt auch einmal etwas Neues auszuprobieren.

Jason fährt vom 09.-23.12.2017 zur Delphintherapie nach Curacao.