Betreute Schützlinge seit 2003

Diese Kinder betreuen wir seit dem Jahr 2003

Nico

geb.: 14.11.1999

Diagnose: Von Geburt an körperlich behindert.

Erfolgsbilanz:

Die 1. Gelenktherapie im Jahr 2002 hat für Nico gute Fortschritte gebracht, sodass er im Juli 2003 zu einer 2. Therapie in der Ukraine bei Prof. Kozijavkin war. Neue Erfolge zeigten sich: Er kann auf einem Stuhl sitzen, mit beidseitiger Hilfe laufen, beginnt zu krabbeln und spricht mehrere Worte.

Nico nahm im Herbst 2003 an einer Tomatis-Therapie teil, das ist eine Hör- und Sprachtherapie. Mittlerweile versucht er alles nachzusprechen und seine Sprache ist viel deutlicher geworden. Seit geraumer Zeit krabbelt er jetzt auch richtig!

Im Mai 2003 war Nico zu alternativer Hippokinesiologie in Österreich und im Juli 2004 musste er die 3. Gelenktherapie in der Ukraine über sich ergehen lassen.
Dies bedeutete einen Aufenthalt von 3 Wochen, die Kosten betragen ca. 5.000 Euro. Nikos Eltern erhielten einen Zuschuss für die Reise.

Bericht über Nicos Ukraine-Therapie:
Jeder Tag begann erst einmal mit einer Gesichtsmassage bei Vladimir. Da bei spastisch gelähmten Kindern auch die Gesichtsmuskeln verspannt sein können, wurden diese täglich massiert. Nico gefiel das zwar nicht so, aber er ließ es über sich ergehen - wie auf dem Bild zu erkennen ist.

Danach folgte die Gelenktherapie bei einem Orthopäden, dem Peter. Er bewegte alle Gelenke passiv durch und es wurde auch geschaut, ob überhaupt noch alle Gelenke beweglich sind.

Nun begann um 9.40 Uhr die Krankengymnastik. Der junge Therapeut, der auch Peter hieß, nahm unseren Nico richtig ran. Er machte ein 40-minütiges Art von Zirkeltraining. Er arbeitete sehr gut und vor allem erkannte er auch die Schwächen bei Nico und nahm diese besonders oft dran. Wir konnten auch viele Übungen als Anregung mitnehmen und führen diese jetzt auch zu Hause aus.

Nach kurzer Pause wurde Nico jetzt von Maria durchmassiert. Dies war eine einstündige Massage, bei der Nico von Kopf bis Fuß massiert wurde.

Während dieser Massage kam Dr. Kosijavkin und nahm seine berühmte "Knax-Therapie" vor. Diese war nach einer Minute beendet und Nico weinte jedes Mal fürchterlich. Aber nach ein paar Sekunden hatte er sich wieder beruhigt und die Massage wurde fortgeführt.

Auch wurden während dieser Therapie noch die Beine mit Bienenwachsplatten umwickelt, was die Muskeln weich macht. Zusätzlich kam auch noch Frau Dr. Valentina, die mit einer Art Elektroakupunkturgerät die Beine bearbeitete.
Jetzt war es Mittag und wir konnten zum Essen gehen. Der tägliche Therapieablauf war für Nico somit beendet.

Abschlussbericht: Nico ist diesmal wieder sehr locker geworden, er kann sich besser konzentrieren und ist aufmerksamer. Auch die Sprache hat sich verbessert, er ist viel bewegungsfreudiger und im Rumpf stabiler.

Vom 14.03.-02.04.2005 war Nico zur Spider-Therapie in Nürnberg, Erfolge wollten sich leider noch nicht so recht einstellen.


Nico im Dezember 2012

Nico wurde Ende April 2014 an der Hüfte operiert, da der Hüftknochen nicht mehr in der Pfanne war und das rechte Bein bereits um 3 cm kürzer war.
Jetzt muss er täglich mit dem Motomed (ähnlich einem Fahrrad mit Motor für drinnen) seine Beinmuskulatur trainieren.

      
                                                                                     Nico als Konfirmand

 

Sarah N.

geb.: 30.07.2001

Diagnose: Symptomatische Epilepsie, Residualsyndrom nach perinataler Asphyxie.

Sarah erlitt während der Geburt Sauerstoffmangel und kann weder sitzen noch krabbeln oder greifen. Um so mehr braucht sie Körperkontakt und viele Reize, die ihr Gehirn in Schwung bringen, aber nach Einschätzung der Ärzte und Therapeuten wird es sich nie voll entfalten.
Um die Selbstheilungskräfte anzuregen, setzen die Eltern auf eine homöopathische Behandlung, für die die Kranken- und Pflegekasse ebenso wenig aufkommt, wie für eine Reflexzonentherapie.

Erfolgsbilanz:

Seit Januar 2003 wird Sarah alle 2 Wochen osteopathisch behandelt.

Sarah war 2003 und 2004 zur Gelenktherapie in der Ukraine. Dadurch ist sie im unteren Rumpfbereich stabiler geworden und ist deshalb mit ihren Beinen wesentlich aktiver und mobiler. Die Kopfkontrolle und die Mundmotorik hat sich etwas verbessert, bestehende Blockaden wurden gelöst. Seit der Therapie lautiert Sarah mehr und findet neue Laute, dadurch hat sie auch viel mehr Spaß an der Kommunikation.
Seit August 2004 geht Sarah einmal wöchentlich zur Hippo-Therapie.

Seit September 2004 besucht Sarah einen integrativen Kindergarten, was ihr ebenfalls viele neue Impulse gegeben und ihr Leben positiv bereichert hat.

Seit Januar 2005 wird Sarah nach dem NEPA-Konzept auf dem Keil gelagert.

Sarah war im November 2005 das 1. Mal zur Dog-Water-Therapie. Ihre Eltern sind sehr begeistert. Das Kind musste teilweise 2,5 Stunden eine Art Krankengymnastik "am" oder "auf" dem Hund machen. Dadurch ist ihre Rumpf- und Kopfkontrolle besser geworden, sie lautiert mehr und wird täglich aktiver.

In die Klinik für Manuelle Therapie nach Hamm fährt Sarah inzwischen 2x jährlich. Sie ist dadurch im Rumpfbereich, wie auch im Bereich der Brustwirbelsäule stabiler geworden. Auch ihre Beine sind mobiler und aktiver. Kopfkontrolle und Mundmotorik haben sich verbessert, ebenso die Stellung und Fixation der Augen. Sie lautiert mehr und neue Laute und hat viel Spaß an Kommunikation.

Von Januar bis Juni 2008 erhielt Sarah Osteopathie. Dadurch erfolgten ständig Mobilisationen im Bereich der bewegungseingeschränkten Extremitätsgelenke. Ihr gesteigerter Tonus kann sehr gut reguliert werden. Die Wirbelsäulen- u. Beckenfunktionen werden immer wieder gemildert. Es zeigt sich eine verbesserte Rumpfstabilität. Sarah hat keinerlei Muskelverkürzungen, sie arbeitet bei den Therapien kooperativ mit.

Alle diese Therapien haben zu kleinen aber stetigen Fortschritten geführt. Sarah hat sich wesentlich besser entwickelt, als es die Ärzte prognostiziert haben. Sie hat bisher keinerlei Sekundärbehinderungen wie z.B. Kontrakturen oder eine Skoliose entwickelt. Ihr Muskeltonus wird kontinuierlich besser, ebenso die Kopf- und Rumpfkontrolle.
Sie ist ein ausgesprochen ausgeglichenes und glückliches Kind.

Von 2004-2008 besuchte Sarah einen integrativen Kindergarten, was ihr viele neue Impulse gegeben und ihr Leben positiv bereichert hat.
Seit September 2008 besucht Sarah die Grundschulstufe des Blindeninstituts in Rückersdorf. Sie hat sich inzwischen sehr gut eingelebt und hat im 1. Schuljahr viele neue Erfahrungen gemacht. Die Schönste und Einprägsamste ist mit Ab-
stand die wöchentliche Hundetherapie mit Ida und Betty. Diese Therapieein-
heiten werden im Rahmen des Unterrichts angeboten, sind jedoch von den Eltern privat zu bezahlen, dies wurde durch die Hilfe von Kinderschicksale möglich.

Von Juni bis Dezember 2009 erhielt Sarah Reittherapie in Rehdorf.
Seit November kann Sarah nun ganz beruhigt schlafen, da sie nachts unter einer Sanddecke liegt, dies hilft bei der Schlafstabilisierung.

Sarah erhielt von Januar bis Dezember 2010 Osteopathie. Sie hat nach wie vor keinerlei Kontrakturen, ist in allen Gelenken beweglich und leidet keine Schmerzen. Das Hohlkreuz wird gezielt behandelt und dadurch verkleinert.

Im gleichen Zeitraum 2010 war Sarah zur tiergestützten Heilpädagogik. Ihre Rücken- und Brustmuskulatur wurde durch die Reittherapie gekräftigt, die Kopfkontrolle ist besser geworden, ebenso lässt die Spastik in den Beinen nach. Sarah entspannt sich sichtbar auf dem Pferd.


Sarah bei der Reittherapie


Sarah und ihr Bruder


Sarah 2012

Seit Ende 2012 hat Sarah eine Skoliose, aber sie ist schmerzfrei und frei beweglich, seither wurde die Pörnbacher Therapie auf dem Keil wieder intensiviert. Da sie ernorm gewachsen ist, brauchte sie auch einen neuen Rolli und Steh-Trainer:

                     

Im April 2013 hatte Sarah ihren 1. richtigen Krampfanfall aufgrund einer Unterzuckerung, auch zu wenig Schlaf könnte ein Auslöser gewesen sein.
Seit dem Sommer 2013 geht Sarah nicht mehr zur Reittherapie, da vermutet wird, dass das Reiten zu sehr in die Skoliose gegangen ist. Ihre Eltern hätten gern das Galileo Vibrations-Training mit ihr gemacht, das ist aber aufgrund ihrer Baclofen-Pumpe (zur Lockerung von spastischen Muskelversteifungen) leider nicht möglich.
Dafür fährt Sarah nun so oft wie möglich "MOTOmed", das macht ihr inzwischen viel Spaß und sie hält mehr als 1 Std. durch:

    [nb

Sarah ist ein sehr fröhliches, ausgeglichenes Kind, welches auch ab uns zu mit den Schwierigkeiten der Pupertät zu kämpfen hat.     
                          

  
               Mit ihrem Bruder versteht sie sich besonders gut.

 

        
                        Weihnachten 2015

  

                                         

Sarah wurde im März 2017 an der Skoliose operiert, ihr wurden zwei 45 cm lange Stangen an der Wirbelsäule verschraubt. Das Ganze muss sich jetzt erst verknöchern, was ca. 9-12 Monate dauern wird. Daher darf sie nur ganz wenig sitzen. Aber mit dem entsprechenden Spaß (Schmerzmittel), siehe Bild oben, ist sie immer gut drauf und meistert ihre Situation recht gut.

 

Sebastian

geb.: 27.07.2000

Diagnose: Spastische Diparese

Sebastian ist von Geburt an körperlich behindert.
Er erblickte 8 Wochen zu früh das Licht der Welt. Vorerst war alles o.k. - er brauchte nur noch etwas Wärme. Er wurde mit dem Babynotarzt in die Cnopsche Kinderklinik nach Nürnberg verlegt. Während des Klinikaufenthaltes bekam er eine Hirnblutung und Netzhauteinblutung. Mit zunehmenden Alter stellte sich heraus, dass er sich anders als andere Kinder entwickelte.
Im Alter von 5 Monaten erhielt Sebastian Krankengymnastik nach Vojta.
Nach einem Jahr neue Diagnose: Spastisch gelähmt durch Hirnschädigung.

Erfolgsbilanz:

Verschiedene Therapien: Krankengymnastik nach Vojta und Bobath, Schwimm- und Reittherapie und Logopädie sowie das zwei mal tägliche Turnen zu Hause stärkten Sebastian sehr. Er schaffte es sogar ein paar Meter mit seinem Rollator zu laufen. Auch die 24-Stunden Orthesen-Versorgung, die er von Frau Dr. Baise in Aschau verordnet bekam, brachten Besserung. Am 31.12.2002 erlitt er einen schweren Epileptischen Anfall (Status). Bei dem damit verbundenen Krankenhausaufenthalt wurde die Diagnose: "Hirnschädigung" nochmals durch ein MRT bestätigt.
Sebastian wurde medikamentös eingestellt und hatte seitdem keinen Anfall mehr. Leider hat sich nach dem Anfall die Spastik stark verschlechtert. Er hatte oft sehr starke Schmerzen und wachte in der Nacht häufig auf. Seit Mitte September 2003 wird er in der Uni-Klinik Erlangen mit Botolinum-Toxin behandelt. Dadurch konnten wir erstmals Entspannung in der Muskulatur erkennen.

Seit September 2003 hat Sebastian einen Rollstuhl mit dem er sich erstmals selbstständig überall hin bewegen kann. Dies stärkte sein Selbstbewusstsein enorm. Da Sebastian in seiner geistigen Entwicklung völlig altersentsprechend ist, bekam er einen Platz in einem integrativen Kindergarten. Dort wird sehr auf seine Bedürfnisse eingegangen und kann dennoch mit gesunden Kindern aufwachsen.

Im Dezember 2003 war Sebastian das erste Mal und vom 08.04.-01.05.2004 das 2. Mal zur Spider-Therapie in Polen. Es wurde gezielt an seiner Oberkörpermuskulatur gearbeitet, um eine bessere Stabilität beim Sitzen zu erreichen. Seit dieser Zeit konnte der Junge an nur einer Hand laufen, was vorher unmöglich war.

Im März 2004 erhielt Sebastian ein Wasserbett um Rückratverkrümmungen vorzubeugen.

In der Zeit vom 1.-20. November 2004 war Sebastian wieder zur Spider-Therapie, diesmal in Nürnberg.
Durch die Therapie hat sich die Aufrichtung seines Oberkörpers weiterhin stark gebessert, er kann seine Hände koordinierter zum Essen und Malen einsetzen. Ihm fällt es auch wesentlich leichter frei zu stehen. Die Spastik der Adduktoren hat nachgelassen, was ihm ein schnelleres Krabbeln ermöglicht. Sprachlich ist er besser verständlich und kann den Speichelfluss fast vermeiden.
Sebastian musste sich im Juli 2005 einer OP zur Muskelverlängerung unterziehen.

In der Zeit vom 24.10. - 11.11.2005 war er wieder zur Spidertherapie in Nürnberg, welche sehr geholfen hat seine Beinmuskulatur nach der OP wieder aufzubauen. Seine Körperhaltung hat sich wesentlich verbessert, er ist beim freien Stehen stabiler geworden. Die Eltern von Sebastian wünschen sich natürlich eine weitere Spidertherapie, um die Fortschritte auszubauen.

Sebastian erhielt in der Zeit vom 16.-20.01.2006 eine Biofeedback-Therapie. Aufgrund der OP und dieser Therapie hat sich sein körperliche Zustand extrem verbessert. Freies Gehen für ca. 10 Schritte ist möglich, ebenso freies Aufstehen im Raum und ruhiges, freies Stehen. (Gleichgewicht und Gleichgewichtsreaktion gebessert).


Sebastian mit seiner Schwester 2010


Sebastian und sein Hund 2011

                           
                   Sebstian beim Familientreffen 2016 auf dem Müsighof